Kurz gesagt
Ob Kunstrasen Sand braucht, hängt vom Produkt ab. Viele moderne Gartenkunstrasen sind für eine Verlegung ohne Sand ausgelegt. Bei anderen Produkten und bei den meisten Sportbelägen wird gewaschener, gerundeter Quarzsand eingestreut – er beschwert den Belag, stützt die Halme und schützt den Rücken. Maßgeblich sind immer die Angaben des Herstellers.
„Muss Sand in den Kunstrasen?“ gehört zu den häufigsten Fragen bei der Planung. Die Antwort ist nicht für jeden Kunstrasen gleich. Hier erfahren Sie, wann Sand sinnvoll ist, welcher Sand geeignet ist und wie Sie ihn richtig einbringen.
Wozu dient Sand im Kunstrasen?
- Beschwerung: Der Belag liegt ruhiger und verschiebt sich weniger
- Stabilität: Sand stützt die Halme, sodass sie aufrechter stehen
- Schutz: Er schirmt den Rücken vor UV-Strahlung und Abrieb ab
- Spieleigenschaften: Auf Sportplätzen beeinflusst er Ballverhalten und Halt
Mit oder ohne Sand?
| Kunstrasen | Sand | Hinweis |
|---|---|---|
| Gartenkunstrasen, unverfüllt | nicht nötig | pflegeleichter, angenehm für Kinder und Haustiere |
| Gartenkunstrasen laut Hersteller mit Sand | ja, nach Vorgabe | Menge und Körnung beachten |
| Fußball-Kunstrasen | ja, oft plus elastisches Infill | Aufbau nach System und Norm |
| Tennis, Hockey, Multisport | je nach Belag | z. B. sandverfüllte Kurzflorbeläge |
| Balkon, Dachterrasse | meist nicht sinnvoll | Sand wird ausgetragen und verschmutzt Abläufe |
Welcher Sand ist geeignet?
Für Kunstrasen wird spezieller Quarzsand verwendet. Er sollte folgende Eigenschaften haben:
- gewaschen und staubfrei, damit nichts verklebt
- gerundete Körner, die die Fasern nicht beschädigen
- trocken, damit er gleichmäßig rieselt
- passende Körnung laut Herstellerangabe
Ungeeignet sind Bausand, Spielsand mit hohem Feinanteil oder lehmiger Sand – sie verdichten, behindern den Wasserablauf und fördern Moos. Mehr zu den Unterschieden unter Spielsand.
Wie viel Sand braucht Kunstrasen?
Die Menge hängt von Florhöhe, Dichte und Produkt ab und wird vom Hersteller in Kilogramm pro Quadratmeter angegeben. Grundsätzlich gilt: Der Sand füllt nur den unteren Teil des Flors, die Halmspitzen bleiben frei. Zu viel Sand lässt die Fläche hart und „sandig“ wirken, zu wenig erfüllt seinen Zweck nicht.
So bringen Sie Sand richtig ein
- Kunstrasen vollständig verlegen und befestigen
- nur bei trockenem Wetter und trockenen Halmen arbeiten
- Sand in mehreren dünnen Durchgängen gleichmäßig verteilen, z. B. mit Streuwagen
- nach jedem Durchgang gegen den Strich einbürsten – siehe Kunstrasen bürsten
- Menge kontrollieren, bis die vorgesehene Füllhöhe erreicht ist
Alternativen zu Sand
Neben Quarzsand gibt es weitere Einstreumaterialien, etwa Kork auf Sportplätzen oder Zeolith zur Geruchsbindung bei Haustieren. Kunststoffgranulate wie Gummigranulat stehen wegen der EU-Regeln zu Mikroplastik zunehmend in der Kritik.
Unser Rat
Ob und wie viel Sand Ihr Kunstrasen braucht, hängt von der Sorte ab. Wir beraten Sie gern zu Royal Grass® und übernehmen auf Wunsch die komplette Verlegung – Kunstrasen-Verlegung. Die einzelnen Schritte zeigt unsere Verlege-Anleitung.
Häufige Fragen zu Sand im Kunstrasen
Muss Sand in den Kunstrasen?
Nicht immer. Viele Gartenkunstrasen sind für eine Verlegung ohne Sand ausgelegt. Bei anderen Produkten und bei Sportbelägen ist Sand Teil des Systems. Entscheidend sind die Angaben des Herstellers.
Welcher Sand ist für Kunstrasen geeignet?
Geeignet ist gewaschener, trockener Quarzsand mit gerundeten Körnern in der vom Hersteller empfohlenen Körnung. Bausand oder lehmiger Sand sind ungeeignet, weil sie verdichten und den Wasserablauf behindern.
Wie viel Sand kommt in Kunstrasen?
Die Menge wird vom Hersteller in Kilogramm pro Quadratmeter angegeben und hängt von Florhöhe und Dichte ab. Der Sand füllt nur den unteren Teil des Flors, die Halmspitzen bleiben frei.
Kann man Sand nachträglich einbringen?
Ja, sofern das Produkt dafür geeignet ist. Der Sand wird bei trockenem Wetter in dünnen Schichten eingestreut und gegen den Strich eingebürstet.
