Kurz gesagt
Ja, hochwertiger Kunstrasen ist wasserdurchlässig. Regenwasser läuft über Drainagelöcher oder einen durchlässig beschichteten Rücken nach unten ab. Ob die Fläche trocken bleibt, entscheidet aber vor allem der Untergrund: Im Garten sorgt ein verdichteter Schotter-Splitt-Unterbau für die Versickerung, auf Beton, Fliesen oder Balkon braucht es ein Gefälle und idealerweise eine Drainagematte.
Pfützen, Moos und unangenehme Gerüche haben auf Kunstrasen fast immer dieselbe Ursache: Das Wasser kann nicht richtig ablaufen. Hier erklären wir, wie die Wasserdurchlässigkeit von Kunstrasen funktioniert und worauf Sie bei Produkt und Aufbau achten sollten.
Wie gelangt Wasser durch den Kunstrasen?
| Rückenart | Funktion | Hinweis |
|---|---|---|
| Rücken mit Drainagelöchern | Wasser läuft durch regelmäßig gestanzte Löcher ab | weit verbreitet bei Garten-Kunstrasen |
| Vollflächig durchlässiger Rücken | Wasser fließt über die gesamte Fläche ab | gleichmäßige Entwässerung |
| Geschlossener Rücken | kaum oder kein Wasserablauf | nur für Innenräume oder überdachte Flächen geeignet |
Mehr zum Aufbau des Rückens lesen Sie unter Backing und Rückenbeschichtung.
Der Untergrund entscheidet
Der beste Kunstrasen hilft nichts, wenn das Wasser darunter nicht weiterkommt. Je nach Untergrund gilt:
| Untergrund | So läuft Wasser ab |
|---|---|
| Erde/Garten | Versickerung durch Schottertragschicht, Ausgleichsschicht und Unkrautvlies |
| Lehmiger oder verdichteter Boden | stärkere Tragschicht, ggf. zusätzliche Drainage |
| Beton, Pflaster, Fliesen | Gefälle zum Rand oder Ablauf, Drainagematte |
| Balkon, Dachterrasse | Gefälle, Drainagematte, Abläufe frei halten |
Die einzelnen Schichten und ihre Stärken erklärt unser Ratgeber Kunstrasen Untergrund.
Was passiert, wenn Wasser nicht abläuft?
- Pfützen und dauerhaft feuchte Stellen
- Moos und Algen – siehe Moos und Algen
- Gerüche, vor allem bei Haustieren
- Frostschäden und Anheben im Winter
- schnellere Alterung von Rücken und Unterbau
Wasserdurchlässigkeit prüfen und erhalten
- Beim Kauf: Herstellerangaben zur Wasserdurchlässigkeit prüfen und auf die Rückseite achten.
- Beim Einbau: Unterbau gut verdichten, Gefälle einplanen und keine dichten Folien verwenden.
- Im Betrieb: Laub und Schmutz regelmäßig entfernen, damit sich keine dichte Schicht bildet.
- Bei Sportflächen: Verdichtungen im Infill durch Tiefenreinigung lösen.
Ist Kunstrasen schlecht für die Versickerung?
Ein fachgerecht eingebauter, wasserdurchlässiger Kunstrasen lässt Regenwasser in den Boden versickern. Anders als bei vollständig versiegelten Flächen bleibt der Wasserkreislauf damit grundsätzlich erhalten. Entscheidend ist, auf wasserundurchlässige Folien unter dem Belag zu verzichten.
Unser Rat
Alle unsere Royal Grass® Gartenprodukte sind für den Außeneinsatz ausgelegt. Wir prüfen vor der Verlegung Ihren Boden und planen Unterbau und Gefälle so, dass Wasser zuverlässig abläuft. Mehr zur Kunstrasen-Verlegung.
Häufige Fragen zur Wasserdurchlässigkeit
Ist Kunstrasen wasserdurchlässig?
Hochwertiger Kunstrasen für den Außenbereich ist wasserdurchlässig – entweder über Drainagelöcher oder einen vollflächig durchlässigen Rücken. Damit die Fläche trocken bleibt, muss auch der Untergrund das Wasser aufnehmen oder ableiten können.
Warum bilden sich Pfützen auf meinem Kunstrasen?
Meist liegt es am Unterbau: Er ist zu stark verdichtet, uneben oder ohne Gefälle. Auch eine dichte Schmutzschicht aus Laub und Staub oder ein geschlossener Rücken können den Wasserablauf behindern.
Braucht Kunstrasen eine Drainage?
Im Garten übernimmt ein durchlässiger Schotter-Splitt-Unterbau die Drainage. Auf festen Flächen wie Beton, Fliesen oder Balkon ist eine Drainagematte in Verbindung mit einem Gefälle sinnvoll.
Kann man Kunstrasen auf Folie verlegen?
Davon raten wir ab. Eine wasserundurchlässige Folie verhindert die Versickerung und führt zu Staunässe. Verwenden Sie stattdessen ein wasserdurchlässiges Unkrautvlies.
