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Sport & Gewerbe

Fußballplatz: Beläge, Aufbau und Kunstrasen vs. Naturrasen

Naturrasen, Kunstrasen, Hybridrasen oder Tennenplatz? Aufbau, Nutzungsstunden, Pflege und der direkte Vergleich der Beläge für Vereine, Schulen und Kommunen.

Patrick Jonas
Geschäftsführer · Garten- und Landschaftsbauer
Veröffentlicht: Aktualisiert:

Kurz gesagt

Ein Fußballplatz kann aus Naturrasen, Kunstrasen, Hybridrasen oder als Tennenplatz (Hartplatz) gebaut sein. Kunstrasen ist deutlich intensiver nutzbar: Eine von der Stadt Düsseldorf zitierte Studie nennt rund 830 Nutzungsstunden pro Jahr für Naturrasen und bis zu ca. 2.500 Stunden für Kunstrasen. Das Standardmaß eines Großfelds beträgt 105 × 68 m.

Ob Verein, Schule oder Kommune: Wer einen Fußballplatz baut oder saniert, steht vor der Frage nach dem richtigen Belag. Jede Variante hat eigene Stärken bei Spielgefühl, Belastbarkeit, Pflege und Umwelt. Hier finden Sie einen Überblick über Aufbau und Beläge sowie den direkten Vergleich von Kunstrasen und Naturrasen.

Die vier gängigen Platzarten

PlatzartBelagTypischer Einsatz
NaturrasenSportrasen auf RasentragschichtStadien, Hauptplätze, Spielbetrieb
KunstrasenKunststoffrasen, meist verfülltTrainings- und Spielbetrieb, ganzjährig
HybridrasenNaturrasen mit eingearbeiteten KunstfasernProfistadien
Tennenplatzwassergebundene Decke (Ziegel, Lava)ältere Anlagen, zunehmend umgebaut

Wie ist ein Kunstrasenplatz aufgebaut?

Ein moderner Kunstrasenplatz besteht aus mehreren Schichten. In Deutschland beschreibt die DIN 18035-7 Aufbau und Prüfung:

  1. Baugrund und Planum – tragfähig und mit Gefälle
  2. Drainage und Tragschicht – leiten Wasser ab und tragen die Lasten
  3. Elastikschicht (optional) – sorgt für Kraftabbau und Dämpfung
  4. Kunststoffrasen – mit Quarzsand und je nach System elastischem Infill verfüllt

Bei Plätzen mit Kunststoffgranulat ist die EU-Beschränkung für Mikroplastik zu beachten: Ab Oktober 2031 darf Granulat nicht mehr als Einstreumaterial verkauft werden. Alternativen sind Kork, Sand oder unverfüllte Systeme.

Kunstrasen vs. Naturrasen: der Vergleich

KriteriumKunstrasenNaturrasen
Nutzungsstunden pro Jahrbis zu ca. 2.500ca. 830
Wetterabhängigkeitgering, fast ganzjährig bespielbarhoch, Sperrungen bei Nässe und Frost
PflegeBürsten, Infill verteilen, TiefenreinigungMähen, Düngen, Bewässern, Nachsäen
Spielgefühlgleichmäßig, je nach Systemnatürlich, abhängig vom Zustand
Temperaturheizt sich in der Sonne stark aufkühlt durch Verdunstung
UmweltKunststoff, Mikroplastik-Thema bei GranulatWasser- und Düngereinsatz
Nutzungsstunden: Antwort der Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf (2017) unter Bezug auf eine Studie des Öko-Instituts

Wie groß ist ein Fußballplatz?

Das übliche Großfeld misst 105 × 68 m, also 7.140 m². Die Fußballregeln erlauben national 90–120 m Länge und 45–90 m Breite. Alle Maße bis hin zu Strafraum, Tor und Jugendfeldern finden Sie im Ratgeber Fußballfeld Größe.

Qualität und Zertifizierung

Neben der DIN-Norm gibt es das internationale Prüfprogramm FIFA Quality mit den Stufen FIFA Quality und FIFA Quality Pro. Geprüft werden unter anderem Ballrollverhalten, Kraftabbau, Witterungsbeständigkeit und Haltbarkeit.

Pflege eines Kunstrasenplatzes

Auch ein Kunstrasenplatz braucht regelmäßige Pflege, damit er seine Spieleigenschaften behält und lange hält:

  • regelmäßiges Bürsten und Verteilen des Infills
  • Entfernen von Laub, Müll und organischen Ablagerungen
  • periodische Tiefenreinigung gegen Verdichtung und Verschmutzung
  • Kontrolle von Nähten, Linien und Randbereichen

Unser Angebot für Vereine und Kommunen

Wir reinigen und pflegen Kunstrasenplätze mit eigener Sieb- und Absaugtechnik – bundesweit. Kunstrasenreinigung, Kunststoffbodenreinigung und Sandflächenreinigung für Laufbahnen und Sprunggruben.

Häufige Fragen zum Fußballplatz

Welcher Belag ist für einen Fußballplatz am besten?

Das hängt von der Nutzung ab. Naturrasen bietet ein natürliches Spielgefühl, ist aber nur begrenzt belastbar. Kunstrasen ist deutlich intensiver und fast ganzjährig nutzbar und eignet sich daher besonders für Trainingsplätze und stark genutzte Anlagen.

Wie viele Stunden kann man einen Kunstrasenplatz nutzen?

Eine von der Stadt Düsseldorf zitierte Studie des Öko-Instituts nennt bis zu etwa 2.500 Nutzungsstunden pro Jahr für Kunstrasen gegenüber rund 830 Stunden für Naturrasen.

Wie ist ein Kunstrasenplatz aufgebaut?

Ein Kunstrasenplatz besteht aus tragfähigem Baugrund, Drainage und Tragschicht, häufig einer Elastikschicht und dem Kunststoffrasen, der mit Quarzsand und je nach System mit einem elastischen Einstreumaterial verfüllt ist.

Was ist ein Tennenplatz?

Ein Tennenplatz ist ein Hartplatz mit wassergebundener Decke, etwa aus Ziegelmehl oder Lavagestein. Viele Tennenplätze werden heute zu Kunstrasenplätzen umgebaut, weil diese komfortabler und vielseitiger nutzbar sind.

Quellen

Passende Leistung

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Patrick Jonas, Geschäftsführer von TOP GREEN
Über den Autor

Patrick Jonas

Geschäftsführer von TOP GREEN · Garten- und Landschaftsbauer

Patrick Jonas ist gelernter Garten- und Landschaftsbauer und führt das Familienunternehmen TOP GREEN seit 2021. Zuvor verantwortete er viele Jahre die Planung und Umsetzung der Projekte – von Privatgärten über Sportanlagen bis zu Großveranstaltungen in Berlin.

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